BTV-Monitoring – Erleichterte Bedingungen

Die Bundesländer haben sich aufgrund der aktuellen Situation auf erleichterte innerstaatliche Verbringungsregelungen für Kälber geeinigt, da das Risiko einer Verschleppung der BTV8 durch das Verbringen ungetesteter Kälber vom FLI aktuell auf gering heruntergesetzt wurde. Das FLI weist aber darauf hin, dass sich die Wahrscheinlichkeit einer Infektion bei Kälbern wieder erhöhen kann, wenn es in der vektoraktiven Zeit 2020 zu vermehrten Ausbrüchen kommen sollte. Dem kann jedoch durch eine ordnungsgemäße Grundimmunisierung von weiblichen Rindern vor der Belegung entgegengewirkt werden.

Das innerstaatliche Verbringen von weniger als drei Monate alter, ungeimpfter Kälber ist ab sofort unter folgenden Bedingungen möglich:

  1. Das Muttertier hat eine abgeschlossener BTV8-Grundimmunisierung seit mind. 28 Tage vor der Geburt;
  2. Das Kalb/die Kälber sind mit der Biestmilch des eigenen Muttertieres unmittelbar nach der Geburt getränkt worden. Die Biestmilchgabe ist durch eine unterschriebene Tierhaltererklärung nachzuweisen.

Folglich entfallen ab sofort alle blutserologischen Untersuchungen von Kälbern, deren Muttertiere während der Trächtigkeit grundimmunisiert worden sind.

Die Regelung gilt ab sofort und kann jederzeit widerrufen werden, sollte sich das Risiko einer Verschleppung der BTV8 erhöhen.

Tierhaltererklärung zur Grundimmunisierung

Informationen des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit:

Bei Rückfragen stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung.